Tisch Eero Saarinen 1956 51cm x 72cm 120cm
Basis aus Eisenguss, schwarz oder weiss lackiert. Marmorplatte , Bianco Carrara oder Nero Marquinia.
Eero Saarinen (1910 - 1961) 17.11.1904 (Los Angeles/USA) - 30.12.1988 (New York/USA) Er wußte selber nicht genau, was er seine Heimat nennen soll. Japan oder Amerika? Beide? Oder die Welt? Noguchi kam als Zweijähriger nach Japan, wo er, von der Mutter erzogen, aufwuchs. Als Vierzehnjähriger wurde er in ein amerikanisches Internat geschickt. Vom Direktor befragt, was er werden wolle, sagte er in Erinnerung an den Vater, der Schriftsteller und Lehrer war: Künstler. Der Direktor fand zwar, dass der Arztberuf ihm mehr Sicherheit bieten würde, schickte ihn aber als Lehrling zu dem Bildhauer Borglum, dem Schöpfer der kolossalen Präsidentenporträts in den Bergen von Süddakota.
1928- Gropius tritt zum April als Direktor zurück, um in Berlin als Architekt
zu arbeiten. Mit ihm verlassen Moholy-Nagy, Bayer und Breuer die Schule. Auf
Vorschlag von Gropius wird Hannes Meyer neuer Direktor. Hannes Meyer tritt für
eine Verwissenschaftlichung der Arbeit und der Ausbildung ein. Gestaltung soll
als objektiver Vorgang aufgefaßt und an rational faßbaren Erkenntnissen orientiert
werden. Meyer kritisiert die bisherige Arbeit des Bauhauses als formalistisch
und fordert die Ausschaltung aller ästhetischen Aspekte. Diese Art der Gestaltung
wird nun stärker sozial begründet ("Volksbedarf statt Luxusbedarf") und als
"lebensrichtig" verstanden. Dort mußte er Kinder und Pferde hüten und lernte
bei italienischen Gipsarbeitern deren Handwerk. Borglum sagte ihm schließlich,
er würde nie ein Bildhauer, und so begann er, Medizin zu studieren. Eero
Saarinen-Tisch Moebel
Aber die Bildhauerkunst war am Ende stärker. Über Alfred Stieglitz, den Bildpublizisten
und Meister der Art-Photography, kam er zu dem in Paris lebenden rumänischen
Bildhauer Constantin Brancusi. Von Brancusi lernte Noguchi, wie man den Meißel
führt. Von Brancusi sind auch Noguchis frühe Arbeiten beeinflußt. Später hat
er sich von ihm gelöst. Noguchi arbeitete mit vielen Materialien, mit Bronze,
Granit, Travertin, Marmor und Holz: grosse und strenge abstrakte Formen. Ausser
Skulpturen umfasst Noguchis Werkverzeichnis noch vieles andere: Er gestaltete
Plätze, Gärten (sparsam und mit viel Stein, nach japanischer Art) und Skulpturengärten
(wie den beim Nationalmuseum in Jerusalem), entwarf Springbrunnen, Monumente,
Brücken und Spielplätze mit wun-derschönen Geräten. Auch als Möbeldesigner hat
er sich versucht. 1944 entwarf er einen gläsernen Couchtisch mit einem Holzuntergestell
wie eine Skulptur: der einzige Nierentisch, der nicht spießig aussieht und der
es verdient, auch heute noch hergestellt zu werden.
The Shakers-Tisch-1805
Marcel Breuer-Tisch-1925
Ludwig Mies
van de Rohe-Couchtisch-1930
Anonymus-Tisch-2002
Anonymus-Tisch-2002