Von 1932 bis 1934 beschäftigte sich Eileen Gray mit dem Entwurf ihres
eigenen Hauses "Tempe à Pailla" in Südfrankreich am Mittelmeer.
Noch während ihrer Arbeit an dem Projekt "E-1027" hatte sie ein
Stück Land in Castellar gekauft. Weiterhin erwarb sie zwei weitere angrenzende
Grundstücke. Von ihrem Gelände hatte sie sowohl einen Ausblick auf
die Alpen als auch zum Meer. Die Künstlerin legte viel Wert auf eine schöne
Aussicht.
Nach einigem Planen und Entwerfen holte sich Eileen 1932 eine offizielle Baugenehmigung
für einen Neubau ein. Die drei vorhandenen Wasserreservoirs zog sie mit
in ihr Projekt ein. Die Künstlerin war darauf fixiert, ein eigenes Haus
zu bauen. Dieser Bau war regelrecht eine Herausforderung für sie. Ihr Ziel
bestand vor allem darin, einen dramatischen Dialog zwischen dem Haus und seiner
Umgebung zu schaffen. Das Haus, welches auf schwierigem, felsigem Terrain errichtet
werden mußte, sollte sich stark von seiner Umgebung abheben-.
Mit nur wenig mehr als 90 qm Wohnraum handelte es sich um ein viel kleineres
Haus, als bei "E-1027". Das 21 qm große Wohnzimmer erweiterte
sie durch eine große Terrasse. Den ersten Stock des Hauses erreichte man
über eine Außentreppe und eine Brücke, die beide aus Beton bestanden.
Sie ermöglichten einen direkten Zugang zum Garten. Der erste Stock bestand
aus zwei kleinen Schlafzimmern und einem Eßzimmer. Das Untergeschoß
verfügte über ein weiteres drittes Schlafzimmer. Wie bei "E-1027"
wurde sie vom Schiffsbau inspiriert. So ragte ein Flaggenmast aus Holz, mit
einer Höhe von 4,80 Metern von der Brücke bis zum Dach.
Das Innere des Hauses wurde von der Künstlerin recht einfach eingerichtet.
Neben dem großen Wohnzimmer befand sich das Eßzimmer, dahinter zwei
Schlafzimmer, ein Badezimmer und eine Küche mit direktem Zugang nach draußen.
Ähnlich wie in "E-1027" lag das Wohnzimmer gegen Süden,
und die Schlafzimmerfenster waren gegen Osten orientiert. gemacht hatte, zurückgreifen.
Die Künstlerin entwarf aber auch die gesamte Inneneinrichtung für
ihr Haus. Ihren Ideen waren keine Grenzen gesetzt. So experimentierte sie mit
einem kippbarem Garagentor, mit "eigenartigen Türen" und sogar
mit einigen Schiebefenstern, die ihr Le Corbusier empfohlen hatte.
Klassischer Stuehle
Sessel Liegen Sofas
Tische Lampen Accessories
Ab 1919 beginnt Eileen Gray sich einen Namen als Inneneinrichterin zu machen.
Ihre ersten, später zu Klassikern des modernen Möbeldesign gewordenen Möbel
entstanden: 1924 das Sofa "Lota", 1925 das "Daybed", ihr berühmtestes Möbel
der "Adjustable Table E1027" datiert auf 1927 wie auch der "Roquebrune" Stuhl
und der "Bibendum" Sessel auf 1929. Erstmals verwendete Gray
den äusserst komfortablen Bibendum Sessel in ihrer eigenen Wohnung in Paris
an der rue Bonaparte. Gray Sessel sind Möbel für Individualisten und betonen
auch mehr als 75 Jahre nach ihrer Kreation noch einen kühnen und sicheren Geschmack.
(design-classics)
Ludwig Mies van de Rohe-Sessel-1931
Ludwig
Mies van de Rohe-Sessel Barcelona-1929
Le Corbusier-Sessel-1928