Sofa Lota Eileen Gray

Eileen Gray Sofa Lota

Das Lota Sofa ist ein für Gray sehr ausladendes Möbel von grosser Vielseitigkeit. (Moderne Möbelklassiker) Eileen Gray, geboren 1887 im irischen Enniscorthy auf Brownswood, dem Sitz ihrer aristokratischen Familie, wurde neben ihrer Arbeit als Architektin, Innenarchitektin und Lackmalerin eine der bedeutendesten Designerinnen der modernen Möbelklassik. Eileen Gray verband die Klarheit des Bauhausstils mit französischer Eleganz.

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Eileen Gray, Sofa Lota Holzrahmen, gepolstert, mit Federkorb. Loses Sitzkissen mit Schaumstoffkern und Daunenfüllung. Lose Rücken- und Seitenkissen mit Daunenfüllung. Seitenboxen aus MDF, hochglanzlackiert schwarz, auf Rollen, Bezug, Leder anilindurchgefärbt und luftgetrocknet oder klassischer Baumwollstoff.

1907
Gray zieht in die Rue Bonaparte Nr.21, in eine Wohnung, die sie bis zu ihrem Tod beibehält. Sie erlernt bei Charles in der Londoner Dean Street und später bei dem in Paris lebenden japanischen Handwerker Sougawara die Lackkunst.
 
1913
Gray stellt ihre ersten erfolgreichen Lackarbeiten in dem Salon des Artistes Décorateurs aus und erregt die Aufmerksamkeit des Sammlers Jacques Doucet, der ihr erster wichtiger Mäzen wird.
 
1914
Gray beendet den Lackparavent "Le Destin" für Doucet.
 
1915
Sie kehrt mit Sougawara nach London zurück und verbringt dort während des Ersten Weltkriegs zwei Jahre.
 
1917
In Vogue erscheint der erste in Englisch verfaßte Artikel über sie. Sie läßt sich wieder in Paris nieder.
 
1919
Gray wird damit beauftragt, die Wohnung Mme Mathteu Lévys in der Rue de Lota zu gestalten und zu möblieren. Es ist ihr erstes vollständiges Interieur; in diese Zeit fällt auch die Konzeption ihres berühmten "Block"-Wandschirms.
 
1922
Im Mai eröffnet Gray die Galerie Jean Désert in der Rue du Faubourg St. Honoré Nr. 217, um ihre Arbeiten zu verkaufen. Sie nimmt an einer Gruppenausstellung in Amsterdam teil, wo sie das Interesse Jan Wils´ erregt.
 
1923
Im Salon des Artistes Décorateurs stellt sie ihr Projekt "Schlafzimmer-Boudoir für Monte Carlo" aus; es wird in Frankreich kritisiert, aber von der holländischen Avantgarde bewundert. Später in diesem Jahr besucht sie eine Ausstellung holändischer Arbeiten und ist beeindruckt. Ihre eigene Ästhetik wird entscheidend davon beeinflußt.
 
1924
Die holländische Zeitschrift Wendingen widmet ihr eine Sondernummer mit Beiträgen von Jean Badovici Jan Wils. Sie unternimmt mehrere Reisen mit Badovici, um Beispiele moderner Architektur zu studieren; sie beschließen, ihre Ideen in die Praxis umzusetzen und konzipieren ein Haus in Roquebrune im Süden Frankreichs.


Der neue Ruhm ihrer männlichen Kollegen in der architektonischen Moderne hatte bereits in den sechziger Jahren begonnen. Eileen Gray aber blieb weiter über Jahre hinweg auch in einschlägigen Publikationen nahezu ohne Erwähnung. Sie hat die Öffentlichkeit nie gesucht: „Das schöne Werk ist wahrer als der Künstler.“ Wie eine Bestätigung ihres Satzes dürfte bis heute selbst ihr berühmtestes Stück, der Adjustable Table, ihren Namen nur wenig bekannter gemacht haben. Der luftige Geniestreich aus Chrom und Glas, ein runder, höhenverstellbarer Beistelltisch, bei dem Form und Funktion in bestechender Eintracht wortwörtlich auf einem „Bein“ stehen, gehört ohne Zweifel zu den drei, vier, fünf Signalmöbeln der Moderne. Denkbar freundlich, nicht ohne einen Schuss unterkühlter Eleganz illustriert er das rigide Arbeitsmotto seiner Schöpferin: „Um Neues zu schaffen, muss man alles infrage stellen.“ In der Kürze hört man die Betonung auf alles.

   

     

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