Klassischer Stuehle
Sessel Liegen Sofas
Tische Lampen Accessories
In dem Haus in der Rue de Lota in Paris, das dem Sofa den Namen gab, hat Eileen
Gray für Madame Mathieu Levy eine Wohnung eingerichtet, die einen Wendepunkt
in ihrer Arbeit markierte. Bis dahin waren ihre Modelle unter Art déco
einzuordnen, luxuriös und exzentrisch bis bizarr zu nennen. Von der Wohnung
Lévy an waren ihre Entwürfe streng, funktionell, sozusagen architektonisch,
den Linien von De Stijl in Holland und Bauhaus in Deutschland verwandt.
Typisch Gray daran sind die Seitenblöcke: hochglanzlackiert (Lackarbeit,
nobel und kunstreich wie in Ostasien, ist die Spezialität der Gray) und
mit Scharnieren und Magneten befestigt, so dass man sie zum bequemen Rangieren
und Transportieren abnehmen kann.
Alle späteren Möbel von Eileen Gray sind alles andere als das, was
man »typisch weiblich« zu nennen gewöhnt ist. Sie sind zugleich
von knapper, schnittiger Eleganz und höchst funktionell: Kommoden und Container
mit schwenkbaren Schubladen, Schränke mit Schiebetüren, ein verstellbares
Bettischchen, ein Ausziehtisch mit Stahlrohrgestell. Für ein Fensterband
unter der Decke in ihrem Haus erdachte sie Läden, die von unten zu regulieren
sind. Außer Stahlrohr gehören Glas, Aluminium, Zelluloid und Lochblech
zu den Materialien, die sie gern und mit Raffinement verwendet hat.
Ihre Entwürfe und die beiden tatsächlich gebauten Häuser im Süden Frankreichs
zeichnen sich unter anderem durch vielseitig verwendbare Möbel aus: So bildeten
etwa Schränke gleichzeitig die Trennwand zwischen Zimmern. Auch arbeitete sie
mit dem Einfall natürlichen Lichtes, um verschiedene Effekte zu erzeugen. Zeitweise
arbeitete Eileen Gray mit dem bekannten Architekten Le Corbusier zusammen, der
sie unter anderem einlud, einen Entwurf für ein Ferienzentrum in seinem Pavillon
auf der Internationalen Ausstellung 1937 in Paris zu präsentieren.
Ludwig Mies
van de Rohe-Tagesliege
Klassiker
der 60er Jahre-Up & Down
Das dort auLe Corbusier-Chaise-Longue
sgestellte Schlafzimmer führte schließlich zu einer Zusammenarbeit mit verschiedenen
Architekten. So gelangte Eileen Gray über den Weg von Kunst, Design und Lackmalerei
zur Architektur.