Die Außenwände sind ganz in Glasflächen aufgelöst, so dass der Blick nicht durch Mauern begrenzt wird. Wer von einem Zimmer durch den dazwischen liegenden Hof hindurch ins andere Zimmer schaut, nimmt alles, innen wie außen, als ununterbrochene Flucht von Räumen wahr. Man bekommt eine Ahnung davon, wie lange Mies an dieser Durchsichtigkeit, an dem Ineinanderfließen von Innen- und Außenraum, dem ungetrennten Erlebnis von Wohnung, Garten und See gefeilt haben mag. Karl Lemke, der Bauherr, bewohnte das Haus mit seiner Frau von 1933 bis 1945. Nach Kriegsende wurde das Gebäude nacheinander als Lager und Garage von der sowjetischen Armee und als Versorgungsstelle vom Ministerium für Staatssicherheit missbraucht.
Le Corbusier-Stuhl
Marcel Breuer-Stuhl
Ceska
Ludwig Mies van
der Rohe-Stuhl
Mart Stam-Stuhl
Charles Rennie
Mackintosh-Stuhl
Stuhl Van der Rohe : Freischwinger mit Stahlrohrrahmen verchromt. Sitz und
Ruecken in Leder bespannt. Verfuegbar in verschiedenen Farben Das 1932 gebaute
Haus entstand im Umkreis der Entwürfe zu einer Serie von Hofhäusern, an denen
Mies van der Rohe zwischen 1931 und 1938 arbeitete. In der Nachbarschaft der
üppigen Villen am Obersee riskierte der Architekt mit seiner sparsamen Formensprache
weitgehend unbeachtet zu bleiben. Tatsächlich entdeckt die flachgedeckten, eingeschossigen
Backsteinkörper nur, wer auf dieses Fundstück vorbereitet ist. Von der straßenabgewandten
Seite, d. h. vom Hof, vom Garten oder vom See aus enthüllt sich der Reiz des
bescheidenen Hauses.