1928 eröffnet Breuer ein Architekturbüro in Berlin. Der BDA ver
weigert ihm die Aufnahme. Breuer erhält keine Bauaufträge, führt
statt dessen Umbauten aus und setzt die Entwicklung von Typenmöbeln fort.
1929-31: Tätigkeit für den Möbelhersteller Thonet, der unterdessen
die Firma Standart-Möbel übernahm
März 1931: Aufnahme in den BDA durch Führsprache von Gropius, Teilnahme
an der Bauausstellung in Berlin mit einem „Haus für einen Sportler“
und einem 70 qm Apartment. Im November 1931: Schließung des Büros,
Vortrag vor dem Schweizer Werkbund in Zürich über „die Wohnung
und ihre Einrichtung“, anschließend mehrmonatige Reise durch Südfrankreich,
Spanien und Nordafrika.
1932 (erster) Bauauftrag, Haus Harnischmacher, Wiesbaden
Stuhl Ceska : Freischwinger mit Armlehne. Stahlrohrgestell verchromt. Sitz, Rueckenlehne und Armlehne aus Naturgeflecht. Rahmen aus Bucheholz, natur oder schwarz. Breuer studierte seit 1920 am Bauhaus, übernahm dort 1925 die Holzwerkstatt und entwarf im gleichen Jahr seinen ersten Stahlrohrstuhl. 1928 ging Breuer nach Berlin, 1935 nach London, 1937 auf Einladung von Gropius nach Harvard; sie arbeiteten dort zusammen. Breuer war außerdem sein Partner in Cambridge, Mass. (1937-41). 1941 eigenes Büro, Bau von Einfamilienhäusern; 1952 zusammen mit Nervi und Zehrfuss Auftrag zur Erbauung des UNESCO-Gebäudes in Paris; 1953-57 (zusammen mit A. Elsaz) Bijkendorf-Kaufhaus in Rotterdam. Breuers Stil folgte im Allgemeinen der nicht streng rationalen Richtung des Internationalen Stils, die den regionalen Gegebenheiten Rechnung trug.Marcel Breuer 1902 Pècs/Ungarn -1981 New York Architekt.Am Bauhaus von 1920-1925 Lehre in der Tischlerei, Gesellenprüfung 1924. Anschließend Aufenthalt in Paris. Als Jungmeister von 1925-1928 Leiter der Möbelwerkstatt. 1925 Entwurf des ersten Stahlrohrsessels. 1927 Einrichtung der Wohnung Piscator in Berlin, seit 1928 Architekturbüro in Berlin: Inneneinrichtungen und Ausstellungsgestaltungen, 1932 Haus Harnischmacher, Wiesbaden, 1934 Doldental Häuser.