Mart Stam Stuhl 49cm x 64cm x 82cm

Armlehnsessel mit Stahlrohrgestellen und Sperrholzsitzen, beide recht ungelenke Bauhaus Möbel, keineswegs folgerichtige Weiterentwicklungen seiner Weißenhof-Modelle. Mart Stam kam es hierbei mehr auf billige Produktionsweise an als auf eine ausgereifte Form. Mart Stam-Stuhl Im Sommer 1929 schloß Stam einen Vertrag mit Anton Lorenz ab, dem er die Verwertungsrechte für seine Entwürfe übertrug. Lorenz war Geschäftsführer der 1927 von Marcel Breuer mitgegründeten Standard-Möbel GmbH gewesen und hatte diese Firma im April 1929 an Thonet verkauft. Ab September dieses Jahres produzierte Lorenz Stühle nach Stams Entwürfen in seinem neugegründeten Unternehmen Desta, dessen Kollektion er 1932 wiederum an Thonet veräußerte. Lorenz erwirkte in mehreren Prozessen, daß Stams Freischwinger 1932 vom Reichsgericht als Kunstwerk urheberrechtlich geschützt wurde.

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Mart Stam (1899 - 1986) *5.8.1899 (Purmerend/Holland) - 23.2.1986 (Goldbach/Schweiz) Schon als junger Mann hat Martinus Adrianus Stam Verbindungen im Ausland ange-knüpft, überall da, wo sich die wesentlichen Entwicklungen jener Zeit zutrugen. Er hatte in Amsterdam an einer Schule für Zeichenlehrer gelernt und danach als Praktikant bei mehreren niederländischen Architekten gearbeitet. 1922 ging er nach Berlin und wurde Mitarbeiter der Architekten Max Taut und Hans Poelzig. Es folgen Jahre in der Schweiz, wo er in Architektenbüros mitarbeitete und die Zeitschrift ABC mit herausgab. Ende der zwanziger Jahre beteiligte er sich an der Werkbundausstellung in Stuttgart, war Gründungsmitglied des CIAM (Congres International d'Architecture Moderne) und war Gastdozent am Bauhaus in Dessau. In dieser Zeit beschäftigte er sich wenig mit Möbelentwürfen. 1928/29 allerdings, im Zusammenhang mit den Planungen für die Frankfurter Hellerhof-Siedlung (ein Projekt im Rahmen des von Ernst May geleiteten Programms »Das Neue Frankfurt«), entwarf er einen Stuhl und einen






           

   

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