Tische - klassische Moebel - Le Corbusier Harry Bertoia Charles Eames Marcel Breuer Eileen Gray

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Die Weißenhof-Ausstellung von 1927 konfrontiert die 500 000 Besucher mit völlig neuen Wohnvorstellungen und Möbeltypen. Hier sind die neuen Modelle aus gebogenem Stahlrohr zu sehen: die Freischwinger von Mart Stam und Mies van der Rohe und die Kufenmöbel, die Marcel Breuer am Bauhaus entwickelt hat. Stahlrohr, überhaupt Stahl in jeder Ausformung, wird nun ein beliebtes Material für die Möbel dieser Zeit.

Le Corbusier und seine Mitarbeiter zeigen 1929 auf dem Pariser Herbstsalon ihre „LC“-Modelle. In Frankreich liefern Jean Prouve, Rene Herbst, Rob Mallet-Stevens und die in Paris lebende Irin Eileen Gray eigenständige Entwürfe, die heute zu den Klassikern zählen.
Die neue Architektur, die neuen Möbel prägen nach nur einem Jahrzehnt, um 1930, das Bild der modernen Nachkriegswelt.


Um 1930 entstehen auch die Häuser, die seitdem als Ikonen der Moderne gelten: Le Corbusiers Villa Savoye bei Paris, Pierre Chareaus „Maison de Verre" in Paris, das erste Haus aus Glasbausteinen, Eileen Grays Villa in Roquebrune an der Côte d'Azur, Mies van der Rohes Haus Tugendhat in Brno (Brünn) und auch dessen Pavillon auf der Weltausstellung in Barcelona. Es scheint, als habe die Gesellschaft, die in den zwanziger Jahren so viele soziale und technische Neuerungen zu bewältigen hat, auch den Wandel der Alltagsformen akzeptiert. Das ständige Wachsen der Großstädte und des Straßenverkehrs, das Entstehen einer neuen sozialen Schicht, der Angestellten oder die neue berufliche und gesellschaftliche Rolle der Frau.
Doch die Wirtschaftskrise nach 1930 beendet diese Entwicklung. Und was bis dahin als zeitgemäß gilt, gerät zunehmend in die Kritik. Walter Gropius hat später mit dem Blick auf das Bauhaus gesagt, dass eine neue Idee, um sich mit Sicherheit verbreiten zu können, die Zeitspanne einer Generation brauche.

Die Idee der Moderne aber kann sich nicht einmal ein Jahrzehnt lang entfalten. Dass sie ins Kreuzfeuer der Kritik gerät, liegt auch daran, dass sie auf so vielen Gebieten radikal mit der Tradition bricht. Doch das ist wohl notwendig.