Wilhelm Wagenfeld, 1924 Kanne, 1924, Neusilber Zu den verbreitetsten Produkten des Bauhauses gehört die Lampe aus Glas und Metall, die in der Metallwerkstatt nach unterschiedlichen Entwürfen und in verschiedenen Ausführungen von Carl Jucker und Wilhelm Wagenfeld entstand. Die Lampe setzte sich aus der geometrischen Grundform des Kreises zusammen.
Lampe mit Glasfuss, Glasgestell und geblasenem Opalglaslampenschirm. Fadenkette. 60 Watt empfohlen.
Daraus wurden Einzelteile wie die runde Platte als Basis, das zylindrische Rohr für den Kabelweg und die Kugel als Leuchtkörper zum Ziel einer gestalterischen Einheit entwickelt. Die Lampe, deren Schaft und Basis entweder aus Metall oder Glas bestand, gehörte mit unterschiedlichen Maßen zum Verkaufsprogramm des Bauhauses. Die Lampe steht in enger Beziehung zur neuen Entwicklungsphase der einst als Gold- und Silberschmiede eingerichteten Werkstatt zu einer rationell arbeitenden Metallwerkstatt, die sich nun am Vorbild des Industrieproduktes orientierte.
Stuttgart für die Industrie Nach der Lehre in einer Silberwarenfabrik und dem Besuch der Zeichenakademie in Hanau am Bauhaus von 1923-1925: Vorkurs bei Moholy und Ausbildung in der Metallwerkstatt. Seit 1926 erst Assistent, dann bis 1930 Lehrer an der Staatlichen Bauhochschule in Weimar. Arbeiten für die Jenaer Glaswerke Schott + Gen. 1930-1934. Ab 1935 künstlerischer Leiter der Vereinigten Lausitzer Glaswerke. Nach dem Krieg kurze Zeit Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (Charlottenburg).Dann Übersiedlung nach Stuttgart und 1954 Gründung der "Werkstatt Wagenfeld" zur Entwicklung von Industriemodellen, die bis 1978 bestand. Durch seine einfachen Entwürfe für ebenso zweckmäßige wie schöne Haushaltsgegenstände aus Metall und Glas wurde Wagenfeld zu einem der wichtigen Industrie-Designer seiner Zeit.